MARMOR & KERAMIKKÜCHEN

Fragen zu Küchen aus Porzellankeramik, Marmor & Stein

MARMOR & KERAMIK-KÜCHEN

1) Was macht den Natur-Werkstoff „Keramik“ so interessant?

Keramik, ein ermöglicht ein völlig neues Formenspiel. So dünn wie der Bodeneiner Pfanne, aber so stark wie Stein sind die neuen Keramik-Arbeitsplatten. Küchenarbeitsplatten aus Keramik weisen, so wie Naturstein, eine Vielzahl an Vorzügen auf: Sie sind hitzebeständig, weitgehend kratz- und schnittfest und darüber hinaus sehr pflegeleicht.

Die Keramik wird in einer außergewöhnlich dünnen Plattenstärke von 6 mm, 12 mm und 20 mm angeboten. Die geringe Dicke entspricht ganz und gar dem heutigen Einrichtungs- und Gestaltungstrend in der Küche.

Mit Keramik verbinden sich die optische Ausstrahlung und elegante Wirkung des Marmors mit den hoch strapazierfähigen Eigenschaften der Porzellan-Keramik. www.doca-berlin.de

2) Was ist Keramik?

Sorgfältig ausgewählten Rohstoffen (Tonerde, Feldspat, Quarzsand, Mineralien) werden durch einen Prozess der Synthetisierung (bis zu über 1200°) zu einem Produkt von sehr hoher physikalisch-mechanischer Härte.

Quarzpartikel, Feldspat, Porzellanerde und Ton sind die Bestandteile für den bekannten Natur-Werkstoff Keramik. Diese werden mit 1200 Grad gebrannt und damit so strapazierfähig gemacht, so dass sie als Arbeitsflächen, Böden und Möbelfronten verwendet werden können. Jeder Plattenhersteller hat seine eigene Rezeptur – die natürlich das Betriebsgeheimnis bleibt. Die vielfältigen Farben werden durch die derzeitigen Modetrenz bestimmt. Bekannte Herstellermarken solcher Materialien sind als Beispiel Neolith, SapienStone und Dekton.

Keramik setzt sich aus einer Mischung verschiedener und fein gemahlener Tonmaterialien, dem sogenannten Feinsteinzeug zusammen. Bei der Arbeitsplatten-Produktion wird Porzellankeramik zu dünnen Platten verpresst und bei hohen Temperaturen gebrannt. Nach Einleiten des Brennvorgangs bildet sich auf den Platten eine dünne glasartige und äußerst glatte Oberflächenschicht, welche den
Keramikkörper abdichtet.

3) Welche Dimensionen sind bei Keramikplatten möglich?

Die neuen Keramik-Arbeitsplatten werden exklusiv ohne Verklebung hergestellt und können von nur 6 Millimeter bis zu 120 Millimeter stark sein. In Bezug auf die Plattengröße sind sogar Formate von 3,1 Meter in der Länge und 1,4 Meter in der Breite möglich – so können auch große Kücheninseln ohne Teilung innerhalb dieser Maße mit dem trendigen Material ausgestattet werden.

4) Welche Vorteile bietet das Material Keramik für Küchenarbeitsflächen und für Möbelfronten?

Keramik ist ein wahrer Alleskönner.
Mit dem Begriff Keramik sind hier gemeint: Dekton, Neolith, Lapitec…u.v.m.

Bedingt durch den Herstellungsprozess weisen, Keramik-Arbeitsplatten einen hohen Härtegrad auf. Überhaupt ist Keramik ein sehr strapazierfähiges Material, das aufgrund seiner vorteilhaften Eigenheiten, ideal für den Einsatz als Küchenarbeitsplatte geeignet ist und auch hohen Ansprüchen in der Küche genügt.

Keramikarbeitsplatten und Fronten verfügen über eine sehr robuste und unempfindliche Oberfläche, die schnittfest, abriebfest und hitzebeständig ist. Diese porenlose Oberfläche bietet spürbare Mehrwerte für die Küche. Da keine Flüssigkeiten wie Wasser, Kaffee oder fetthaltige Soßen von der Arbeitsplatte absorbiert werden, dürfen sich Besitzer einer Keramikarbeitsplatte über einen sehr geringen Pflegeaufwand freuen. Auch die direkte und hygienische Zubereitung von Speisen auf der Arbeitsplatte ist kein Problem. Denn Keramik nimmt keine Gerüche auf, gibt keinerlei Stoffe ab und bietet keinen Nährboden für Bakterien, Keime oder Schimmel.

Keramik in der Küche setzt keine Schadstoffe frei und ist bestens geeignet für den Kontakt mit Lebensmitteln. Es ist beständig gegen fast alle haushaltsüblichen Chemikalien und gut reinigungsfähig.

(Schauen Sie das interessante Video über NEOLITH – Quelle Youtube Neolith)

 

Zusammenfassend die Vorteile der Keramik:

  • Große Hitzebeständigkeit: Heiße Pfannen und Töpfe benötigen auf Keramik keinen Untersetzer, man kann sie einfach so abstellen.
  • Hoher Härtegrad: Auch mechanisch ist eine Arbeitsplatte aus Keramik kaum zu beschädigen. Ihr Härtegrad liegt zwischen 7 und 8 (Mohs-Skala), damit ist das Material etwas härter als Quarz oder Granit.
  • Das matte Erscheinungsbild von Keramik
  • Säure- und Fettbeständigkeit: Auf Keramik bilden sich so schnell keine Flecken, denn die porenlose, geschlossene Oberfläche lässt weder Fett noch Säure eindringen.
  • Flüssigkeitsresistenz: Keramik absorbiert so gut wie keine Flüssigkeiten, es ist vollständig wasserabweisend. Dies verbessert die Küchenhygiene enorm.
  • Dünnschichtigkeit: Wer eine richtig dünne Arbeitsplatte haben möchte, der liegt bei Keramik genau richtig. Sie erhalten Keramik-Platten für die Küche ab einer Stärke von 8 mm.
  • Natürlichkeit: Keramik besteht aus einem Gemisch natürlicher Inhaltsstoffe, chemische Schadstoffe sucht man hier vergebens.
  • Farben- und Mustervielfalt: Arbeitsplatten aus Keramik gibt es in vielen verschiedenen Farben und Mustern, da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch gibt es einige sehr schöne Keramikplatten in Marmordesign.

DOCA-Küchen Präsentation

 5) Welche Nachteile hat der „Alleskönner“ Keramik

Der hohe ökologische Aufwand erzeugt hohe Anschaffungskosten; und zum Beispiel an Platten-Ecken sowie am Rand der untergebauten Spülbecken könnte bei blitzartiger punktueller Stoßbelastung das Material springen oder an Kanten könnte es Abplatzungen geben. Die Haptik der Plattenoberfläche könnte nachteilig empfunden werden, Beim kleineren Schaden wird es in Zukunft Reparaturmöglichkeiten geben.

6) Wie sind Keramikflächen zu pflegen

Die Pflege und Reinigung einer Keramik-Arbeitsplatte nimmt nicht viel Zeit in Anspruch. Für die Beseitigung von Kochspuren reicht ein feuchtes Tuch. Bei hartnäckiger Verschmutzung helfen milde Reinigungsmittel. Im Gegensatz zu anderen Materialien muss eine Keramikoberfläche nicht imprägniert werden. Keramik ist unempfindlich gegen Säuren. Zudem bleibt die Schönheit der Platte dank UV-Beständigkeit über viele Jahre hinweg erhalten.

7) Keramikarbeitsplatten und Designmöglichkeiten

Auch in puncto Ästhetik und Design können Keramikarbeitsplatten nicht nur als Arbeitsfläche und Spitzschutz Verwendung finden, sondern auch als Möbelfronten einer Kücheninsel in Porzellan-Keramik von Neolith.

Zudem erlaubt die hohe Festigkeit des natürlichen Werkstoffes sehr dünne Arbeitsplatten, die das Küchendesign mit ihrer Leichtigkeit auflockern.

8) Echter Marmor – Wie war Marmor entstanden und aus was besteht Marmor?

Marmor ist ein Kristallstein, der als Kalkstein entstand -etwa vor 60 bis 600 Millionen Jahren. Deshalb kommt Marmor nur in den ältesten Gesteinsschichten der Erde vor. Das weiche Calcium bildet mit Kohlensäure das Salz Calciumcarbonat, aus dem viele Gebirge bestehen. Dieses Calciumcarbonat verwandelt sich durch Metamorphose in Marmor. Metamorphose ist ein chemisch-physikalischer Prozess der Erde. Tief in der festen Erdkruste entsteht hartes Gestein unter unvorstellbar hohem Druck und bei hohen Temperaturen. Seine Struktur ändert sich, sie kristallisiert. Der Marmor, den wir kennen, wird in großen Blöcken aus dem Erdreich geschnitten. In Scheiben gesägt und mit großem Aufwand in glänzende Platten von eindrucksvoller Schönheit verwandelt. Marmor ist der Naturstein in Vollendung.

Marmor hat seine Ursprünge tief im Erdinneren. Es handelt sich um ein sogenanntes „Karbonatgestein“, das sich größtenteils aus folgenden Mineralien zusammensetzt: ca. 50 % Calcit, Aragonit und Dolomit. Marmor ist mit Kalkstein verwandt und diesem sehr ähnlich. Starke Druckeinwirkungen und hohe Temperaturen führten im Erdinneren zur Umwandlung bzw. Metamorphose von Kalkstein und ließen Marmor entstehen. Marmor ist ein Kalkstein, der durch tektonische Kräfte gestaucht, verschoben oder aufgeschmolzen wurde. Meist pastellig mit feiner Zeichnung, glitzert im Sonnenlicht.

In Deutschland ist das leicht zu bearbeitende und zu formende Gestein eher selten anzutreffen. Doch auch hierzulande wird der edle Naturstein abgebaut. Aus dem oberfränkischen Wunsiedel in Bayern entstammt der sogenannte „Wunsiedler Marmor“, der im Aussehen dem berühmten Marmor aus Carrara ähnelt. Das Tiefengestein wird in den verschiedensten Farben gewonnen. Farblich sind zahlreiche Varianten möglich. Von gelb, grün, bis hin zu weißem Marmor bietet die Natur allerlei Farbvariationen.

9) Weshalb findet Marmor wieder zurück in die Küche?

Die Kraft und lebendige Wirkung des Marmors setzt ein Zeichen für den Wechsel von der Uniformität ausdrucksschwacher Materialien – hin zur natürlichen Lebendigkeit und Schönheit.

In welchem Raum- als der der Küche- würde diese Ausstrahlung besser hineinpassen? Echte Materialien spielen für Luxusküchen und bei individueller Küchengestaltung eine zunehmende Rolle. In der Freude des Kochens findet diese Echtheit ihren besonderen Ausdruck.

Gleich wie sich der Trend der Zubereitung unsere Nahrung entwickeln – die Ernährung und der Genuss bleiben im Zentrum unseres Lebens bestehen.

( Foto: Marchi )

Marmorküchen sind Ausdruck einer natürlichen Lebensweise und ein Hinweis auf Akzeptanz des Vergänglichen. (Marmorplatten sind nicht säurebeständig und können daher je nach Gebrauch zu Fleckenbildung neigen)

Marmor besitzt so etwas wie Kultstatus. Ein Zeichen z.Bsp. in Schlössern und Villen für Wohlstand und Reichtum. Das Material hat feminine Ausstrahlung. Es fühlt sich glatt weich an und ist dennoch hart. Für haptische Menschen ein anziehender Aspekt für echten Marmor anstelle schöner Imitate.

Marmor und Keramikflächen bringen uns der Möglichkeit näher, den exklusiven Wohnraum mit dem Küchenbereich zu verschmelzen. Die Küche, aus unserer Sicht, ist längst ein wesentlicher Bestandteil eines gesamtheitlichen Lebensraumes (altdeutsch Wohnzimmer) geworden.

Marmorküchen können verschiedene Stil-Facetten zum Ausdruck bringen. Der klassische Stil pompös, urban, oder sehr schlicht und puristisch. Auf die richtige Kombination kommt es an.

Ein gesamter Marmor-Insel-Küchenblock würde z. Bsp. monumental, wie eine Skulptur im Raum wirken. Aber auch als Wandverkleidung und Arbeitsflächen würde er seine einzigartige Wirkung nicht verfehlen. Die Natur stellt unzählige einzigartige Farb- und Muster-Verläufe zur Verfügung.

10) Was macht echten Marmor in Verbindung mit einer Küche so kritisch?

Marmor „altert“ sozusagen – dennoch, Marmorarbeitsplatten bieten ideale Voraussetzungen für die Zubereitung von Lebensmitteln, da sie lebensmittelecht und geruchsneutral sind. Allerdings sind Marmoroberflächen besonders kratz- und fleckenempfindlich. Die glänzende Oberfläche kann sich nach Jahren der Beanspruchung punktuell abnutzen und muss vom Fachmann neu poliert werden. Marmor zählt eher zu den Weichgesteinen und somit kann Flüssigkeiten wie Wasser, Kaffeeflecken, umgekippten Rotwein etc. leichter in den Stein eindringen. Zitronensäure ist der große Feind von Marmoroberflächen. Die Oberfläche kann matt und fleckig. Dieser Punkt ist das größte K.-O. Kriterium.

Ab einem bestimmten sehr hohen Temperaturpegel könnte Marmor sich verändern – er wird dann schlicht und einfach zu Kalk. Diese hohen Temperaturen sollten aber in einer herkömmlichen Küche beim Kochen nicht erreicht werden.

(Foto: Marchi)

11) Wie kann ich Marmor schützten? Wie gehe richtig mit Marmor um?

Mit Marmor ist es ähnlich wie mit Antiquitäten: Was man liebt, das pflegt man – auch wenn es wie bei einem Oldtimer Spuren der Zeit hinterlässt. Imprägnierung geben keine vollständigen Schutz. Hochpolierte Oberflächen sind geschlossener als mattiert Oberflächen. Färbende oder ätzende Flüssigkeiten müssen sofort entfernt werden und keinesfalls erst nach der Küchen Party!

Noch ein Hinweis:. Dolomitmarmor ist grundsätzlich unempfindlicher gegenüber Säuren als Kalzitmarmor. Sie brauchen also Reaktionsschnelligkeit, wenn säurehaltige Flüssigkeiten danebengehen. Eingezogene Flecken auf keinen Fall mit Scheuermitteln bearbeiten! Lieber den Fleck über Nacht mit einem Schwamm voll destilliertem Wasser bedecken und ihn so in tiefere Schichten spülen. Wenn das nicht hilft, kann die Platte aufpoliert werden.

Für alle diejenigen, die sich damit nicht arrangieren können, schauen auf die Marmoroberflächen der Keramikhersteller. Bei Marmorabbildungen auf Keramik gebrannt hätten sie die komfortabelsten Gebrauchs – und Nutzungseigenschaften und würden bei einem Natur-Werkstoff bleiben können.